Von Null auf 100

Fabian Mahr [Foto: Reinhardt & Sommer]

Vor 20 Jahren startete Fabian Mahr als Einzelunternehmer den „Computerservice Mahr EDV“. Zwar nicht aus einer Garage heraus wie Microsoft-Gründer Bill Gates, dafür aber vom Wohnzimmer des Steglitzer Elternhauses aus.

Parallel zu den ersten Aufträgen musste die Schule laufen, das Abitur stand an. Der Job damals: Kabel ziehen, Windows zum Laufen bringen, Monitore schleppen. Aus dem damaligen „Computer-Nerd“, wie ihn Freunde bezeichneten, ist 20 Jahre nach Gründung der Chef von knapp 100 Mitarbeitern an den Standorten Berlin, Düsseldorf und Potsdam geworden. Doch Chefallüren legt der gebürtige Berliner nicht an den Tag, vielmehr gilt die „Open Door Policy“: Jeder Mitarbeiter darf jederzeit Anregungen und Veränderungsvorschläge geben. Sei es im Meeting, in der Memobox oder digital. So stammt auch die neueste Entwicklung des Unternehmens von den Mitarbeitern: Mahr EDV führt einen Umweltschutzbeauftragten ein, der sich darum kümmert, den Betrieb nachhaltig zu gestalten. So schafft das Unternehmen ab 2020 Elektrofahrzeuge an, die mit Ökostrom betankt werden, und verzichtet dank Fernwartung und Videokonferenz am liebsten gleich ganz auf unnötige Fahrten. Neben dem Umweltschutz engagiert sich der sechsfache Vater Fabian Mahr auch für ein familienfreundliches Arbeitsumfeld. So ist der laut Kununu-Ranking 2018 „coolste Arbeitgeber Berlins“ auch zum „Top Arbeitgeber 2019 – familienfreundlichstes Unternehmen Deutschlands“ gekürt geworden. Beispiele gefällig? Die Mitarbeiter können gemeinsam mit den Kunden ihre Termine und Arbeitszeiten flexibel selbst vereinbaren. Es gibt Unterstützung bei den Kitakosten und außerdem ist die freie Nutzung des Firmenwagens für Familienausflüge und Urlaubsreisen ebenfalls erlaubt. Auch Firmen-Notebook und iPhone sind außerhalb der Arbeitszeit auf Firmenkosten nutzbar. Ebenfalls wichtig ist dem Unternehmer, dass er seine Mitarbeiter generell nur unbefristet und damit dauerhaft einstellt. „Wer Angst vor Entlassungen hat, kann schließlich nicht entspannt arbeiten“, findet der Chef. Er selbst, verrät Mahr uns noch, hat allerdings eine 80-Stunden-Woche. Das ist der Preis des schnellen Wachstums.

David Eckel

 

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